• Modernste MRT & CT Technik

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Digitales Röntgen

Funktionsprinzip

Eine Röntgenuntersuchung ist die bildliche Darstellung unterschiedlicher Körperregionen und -gewebe mit Hilfe von Röntgenstrahlen. Das Röntgenverfahren wird seit mehr als 100 Jahren in der medizinischen Diagnostik eingesetzt. Es basiert auf den vom Physiker Wilhelm Konrad Röntgen 1895 zufällig entdeckten Strahlen.

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die in einer Röntgenröhre entstehen. Zu medizinischen Zwecken werden sie künstlich erzeugt; sie kommen jedoch auch als natürlicher Bestandteil des Sonnenlichtes oder als kosmische Höhenstrahlung vor. Ein Transatlantikflug oder zwei Wochen Skilaufen auf 2000 Meter Höhe beispielsweise entsprechen der Dosis, die eine Röntgenaufnahme der Lunge in zwei Ebenen erzeugt.

Röntgenstrahlen haben die Eigenschaft, den menschlichen Körper zu durchdringen. Dabei werden sie je nach Dicke und Dichte sowie nach Zusammensetzung der Gewebe der zu untersuchenden Region abgeschwächt. Die aus dem Körper als Schwächungsprofil austretenden Strahlen werden bei digitalen Verfahren auf einen Film oder Detektor projiziert und erzeugen dann ein zweidimensionales Bild. Trotz neuerer Techniken wie Computertomographie, Kernspintomographie oder Ultraschall haben Röntgenaufnahmen und Durchleuchtungen noch immer einen hohen Stellenwert in der diagnostischen Medizin.

Beim digitalen Röntgen mit Geräten der neuesten Generation kann die Strahlendosis im Vergleich zur herkömmlichen Technik um bis zu 30 % reduziert werden. Die digitale Technik hat zudem den Vorteil, dass die Bildqualität erheblich besser ist. Durch die elektronische Speicherung können je nach Fragestellung bestimmte Details vergrößert oder aufgehellt werden. Fehlbelichtungen, die Wiederholungsaufnahmen notwendig machen, sind nahezu ausgeschlossen. Auch verloren gegangene Röntgenbilder gehören der Vergangenheit an. Die Aufnahmen werden mit einem modernen System archiviert und können somit jederzeit zum Vergleich mit anderen Aufnahmen oder zur Beurteilung durch einen weiteren Arzt zur Verfügung stehen.

 


 

 

Untersuchungsverfahren

In der Umkleidekabine wird die Kleidung, die die zu untersuchende Region bedeckt, abgelegt. Auch Ketten, Ringe und metallische Gegenstände sollten Sie in der Kabine lassen. Von einer Assistentin werden Sie entsprechend der Untersuchungsregion gelagert, also vor das Gerät gestellt bzw. gelegt. Die Strahlung wird dabei auf das zu untersuchende Körperteil eingeblendet. Sofern die Keimdrüsen nicht im Untersuchungsfeld liegen, werden sie zum Strahlenschutz abgedeckt. Durch einen am Röntgengerät angebrachten Gonadenschutz wird die Strahlung ausgeblendet. Bevor die Röntgenaufnahme erstellt wird, sollten Sie sich ganz still verhalten und evtl. die Luft anhalten, damit keine Verwackelungen entstehen. Die Assistentin wird Ihnen entsprechende Anweisungen geben.

Meist werden verschiedene Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Einfallswinkeln benötigt. Dazu werden Sie von der Assistentin umgelagert.

Das Röntgenverfahren basiert auf dem unterschiedlichen Absorptionsverhalten und der Schichtdicke der einzelnen Gewebe, durch die die natürlichen Kontraste im Röntgenbild entstehen. Um bestimmte Weichteilorgane abzubilden, reicht jedoch das natürlich Kontrastverhalten nicht aus, so dass künstliche Kontrastmittel benötigt werden. Diese erhöhen die Dichte der Strukturen und machen diese deutlicher sichtbar.

Oral verabreichte Kontrastmittel werden vor allem bei Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts eingesetzt. Bei Untersuchung der Nieren und ableitenden Harnwege, der Gallenwege und der Blutgefäße werden die Kontrastmittel intravenös durch Injektion verabreicht. In sehr seltenen Fällen können allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel auftreten.

Nach der Untersuchung werden die Bilder sofort im Rechner digital gespeichert, vom Arzt auf hochauflösenden Monitoren befundet und mit Ihnen besprochen.

 


 

 

Einsatzgebiete

Die wichtigsten Anwendungsbereiche des digitalen Röntgens sind:

Herz-Thorax-Röntgen:
Abklärung von Lungen- und Rippenfellentzündungen
Geschwülste der Bronchien
Lungenstauung
Lungenfibrose
Nachsorge nach einer Krebserkrankung

Röntgen der Nieren und ableitenden Harnwege:
Diagnostik von Steinen

Knochenröntgen (Skelettaufnahmen):
Abklärung von Knochenbrüche (Frakturen)
Arthrosen
stoffwechselbedingte Knochenveränderungen (z. B. Osteroporose)
entzündliche Knochen- und Gelenksveränderungen (z. B. Arthritis)
Skelettveränderungen bei Geschwulstleiden (Metastasen)
Fehlhaltung bzw. Fehlstellung von Gelenken (z. B. Skoliose, Hammerzehen)

 


 

 

Wichtig zu wissen

Bei einer Röntgenuntersuchung ohne Kontrastmittel besteht kein direktes Gesundheitsrisiko. Die niedrigen Dosen, wie sie in der diagnostischen Radiologie auftreten, zeigen keine feste Dosis-Wirkungsbeziehung. Röntgenuntersuchungen können daher prinzipiell bei jedem Patienten durchgeführt werden. Bei Schwangeren ist sie nicht erlaubt, sofern die Diagnostik nicht für eine lebenswichtige Therapie der Mutter erforderlich ist.

Um Nebenwirkungen im Hinblick auf ein evtl. notwendiges Kontrastmittel zu vermeiden bzw. zu minimieren, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung über evtl. vorliegende Vorerkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Allergien und schwere Nierenerkrankungen.

Durch den Einsatz neuester digitaler Röntgentechnik ist die Strahlenexposition deutlich geringer als beim analogen Röntgen. Hier kann eine Dosiseinsparung von bis zu 25 % bis 30 % erreicht werden. Zum Vergleich: Eine Lungenaufnahme in zwei Ebenen entspricht etwa der Jahresdosis der natürlichen Strahlung aus dem Weltraum auf Meereshöhe. Alle Bilder und Befunde werden für mindestens 10 Jahre digital archiviert. Kopien können bei Bedarf schnell und unkompliziert an Krankenhäuser und Ärzte versendet werden.

Eine spezielle Vorbereitung für die Röntgenuntersuchung ist nicht notwendig. Je nach Untersuchungsregion kann es allerdings erforderlich sein, dass Sie nüchtern kommen. Wir werden Sie hierüber im Vorfeld genau informieren.

 

Kontakt

Sprechzeiten

Mo und Di: 7.30 bis 17.00 Uhr
Do:           7.30 bis 18.30 Uhr
Mi und Fr:  7.30 bis 12.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Wir bitten um Terminvereinbarung für Untersuchungen aus dem Bereich Computertomographie (CT) sowie Kernspintomographie (MRT), Mammographie und periradikuläre Therapie.

Röntgenuntersuchungen des Skeletts und der Thoraxorgane (z. B. Lunge) sind während der regulären Sprechzeiten auch ohne vorherige Terminabsprache möglich.