• Modernste MRT & CT Technik

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Kernspintomographie

Funktionsprinzip

Die Kernspintomographie oder auch MRT (Magnet Resonanz Tomographie) wird seit etwa 1985 in der Diagnostischen Radiologie eingesetzt. Mit ihr können Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt werden. Es entstehen keine Röntgenstrahlen. Statt dessen wird gemessen, wie sich der menschliche Körper in einem Magnetfeld verhält. Für die Bilderzeugung werden vor allem die im Körper vorhandenen Wasserstoffatome genutzt. Sie verfügen über eine Eigenrotation, den sog. Spin und besitzen ein eigenes schwaches natürliches Magnetfeld. Dieses kann ähnlich einer Kompassnadel durch ein künstliches, starkes Magnetfeld ausgerichtet werden. Mit Hilfe von Radiowellen wird der Zustand von spulenförmigen Antennen aufgefangen und vom Computer in Bilder aufgerechnet.

Die Geräte der neuesten Generation erzielen eine sehr hohe Auflösung, mit der eine optimale Darstellung von Weichteilstrukturen ermöglicht wird.

 


 

Untersuchungsverfahren

Vor der Untersuchung erläutern wir Ihnen den genauen Ablauf und befragen Sie zu Ihren Beschwerden. Im Untersuchungsraum liegen Sie auf einer beweglichen und bequemen Liege in einer ca. 0,75 Meter breiten Röhre, die vorne und hinten offen ist. Mit ca. 1,60 Meter ist die Länge des Tunnels komfortabel. Der Raum ist beleuchtet und wird kontinuierlich belüftet. Über eine Sprechanlage können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Mit einem Klingelknopf können Sie uns bei evtl. auftretenden Problemen zusätzlich alarmieren.

Bedingt durch die elektromagnetischen Schaltungen ist während der gesamten Untersuchung ein Klopfgeräusch zu hören, welches ganz normal ist. Um Sie vor lauten Geräuschen zu schützen, bekommen Sie einen Kopfhörer bzw. Ohrstöpsel. Patienten, die sehr ängstlich sind oder unter Platzangst leiden, können Beruhigungsmittel in Form von Tabletten oder eine Injektion bekommen. In diesem Falle darf im Anschluss an die Untersuchung kein Fahrzeug geführt werden. Bitte lassen Sie sich daher von einer Person begleiten, die Sie sicher nach Hause bringt.

Die Dauer der Untersuchung ist unterschiedlich und richtet sich nach dem zu untersuchenden Körperabschnitt sowie der Fragestellung. Sie liegt zwischen 15 und 40 Minuten. Um die Aussagekraft der Bilder bei bestimmten Fragestellungen zu erhöhen, kann es in einigen Fällen notwendig sein, während der Untersuchung ein Kontrastmittel zu spritzen. Dieses ist in aller Regel sehr gut verträglich.

 


 

Einsatzgebiete

Die überwiegenden Einsatzgebiete der Kernspintomographie (MRT) sind Untersuchungen von Kopf und Wirbelsäule. Aber auch Ganzkörperuntersuchungen sowie Untersuchungen nahezu aller übrigen Körperteile und Organe wie z.B. die Kernspintomographie der Brust werden immer häufiger aufgrund vielfältiger Vorteile in der Kernspintomographie durchgeführt.

Haupt-Einsatzgebiete der MRT liegen in der Diagnostik von:

- Erkrankungen des Zentralnervensystem, d.h. Gehirn und Rückenmark, z. B.
     Nachweis oder Ausschluss von Tumorerkrankungen
     Gefäßmissbildungen
     multipler Sklerose
     Verlaufsbeobachtung nach Hirnblutung und Schlaganfall
     Krampfleiden
     arterielle Verschlusskrankheit (z. B. Karotisstenose) (MR-Angiographie)

- Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, z.B.
     Bandscheibenvorfälle
     Meniskus-, Kreuzband- oder Seitenbandverletzungen

- Früherkennung von Erkrankungen des Knochenmarks z. B.
     Metastasen
     Knochentumoren
     Plasmocytom

- Erkrankungen der Bauch- und Beckenorgane
     Tumore (z. B. Pakreaskarzinom)
     artdiagnostische Einordnung von Lebertumore
     Metastasen im Rahmen der Tumornachsorge
     Gefäßdarstellungen (z. B. bei Bluthochdruck, Aorten Aneurysma, arterielle Verschlusskrankheit)

- Brustdiagnostik (MR-Mammographie)
     Erkennen von Zweittumoren
     bei Mammaprothesen
     „dichte Brust“ (durch Mammographie und Ultraschall nicht exakt beurteilbare Situation)

 

 


 

Wichtig zu wissen

Die Kernspintomographie ist eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Schädliche Nebenwirkungen konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Da das System jedoch mit starken Magneten arbeitet, werden wir Ihnen vor der Untersuchung einen Fragebogen aushändigen. Hier geht es u.a. um Metallteile im Körper. Dazu gehören beispielsweise Granat- bzw. Metallsplitter aufgrund einer Kriegsverletzung, Metallprothesen, Spirale oder Gefäßclips. Bitte beantworten Sie die Fragen so genau wie möglich, damit wir entscheiden können, ob eine MRT-Untersuchung gefahrlos möglich ist.

Die meisten Gelenk- und Herzklappenprothesen sind heute für eine MRT unproblematisch. In der Regel ebenfalls kein gesundheitliches Problem stellen Gefäßclips (auch Aneurysmaclips) sowie metallische Gefäßstents dar. Die metallischen Fremdkörper führen allerdings zu Bildauslöschungen im Bereich ihrer Position.

Lange Metallimplantate (ab ca. 20 cm) sowie Metallsplitter können sich jedoch im Magnetfeld erhitzen und das Gewebe schädigen. Ebenfalls können Herzschrittmacher im MRT schwerwiegende Probleme verursachen. Neben der Erhitzung des Elektrodenkabels besteht die Gefahr, dass sich Herzschrittmacher und damit auch die Herzfunktion ausfällt. Auch sog. MRT-taugliche Schrittmacher sind nicht sicher. MRT-Untersuchungen bei Patienten mit Herzschrittmacher sollten daher nur bei unbedingt lebensnotwendigen Indikationen und in Begleitung eines Kardiologen erfolgen.

Teilweise in Kosmetika enthaltene Metallteile können die Untersuchung empfindlich beeinflussen. Dies tritt auch auf Kleidungsstücke z. B. aus Lurex zu. Kommen Sie daher bitte möglichst ungeschminkt zur Untersuchung und verzichten Sie auf Kleidungsstücke, die Metall enthalten könnten. Vor der Untersuchung legen Sie bitte alle Metallgegenstände wie Schmuck, Uhr etc. ab. Magnetische Speicherkarten wie Scheck- bzw. Kreditkarte werden im MRT gelöscht. Bitte überzeugen Sie sich daher vor der Untersuchung, dass Sie solche Karten nicht am Körper tragen.

 

 

 

 

 

Kontakt

Sprechzeiten

Mo und Di: 7.30 bis 17.00 Uhr
Do:           7.30 bis 18.30 Uhr
Mi und Fr:  7.30 bis 12.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Wir bitten um Terminvereinbarung für Untersuchungen aus dem Bereich Computertomographie (CT) sowie Kernspintomographie (MRT), Mammographie und periradikuläre Therapie.

Röntgenuntersuchungen des Skeletts und der Thoraxorgane (z. B. Lunge) sind während der regulären Sprechzeiten auch ohne vorherige Terminabsprache möglich.